Botulinumtoxin

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© Heike König

Botulinumtoxin

ist ein von Bakterien gebildetes Eiweiß, welches Muskelüberaktivität hemmen kann. Es wird daher sehr erfolgreich zur Behandlung vom Bewegungsstörungen eingesetzt.

Die Behandlung erfolgt nach eingehender Analyse der zugrunde liegenden Erkrankung bzw. Störung, auch unter Einsatz von Muskelmessungen (EMG, Polygraphie) bzw. Ultraschall. Da das Medikament nur einzelne Muskeln in ihrer Überaktivität hemmen soll, muss es in diese exakt injiziert werden. Die Injektion erfolgt mit den dünnsten Nadeln und in sehr kleinen Mengen. Der Effekt einer Injektion hält 3 bis 4 Monate, selten auch länger an. Wiederholte Behandlungen, in der Regel auf Dauer, sind daher notwendig.

Um ein Versagen der Behandlungsmethode durch das körpereigene Abwehrsystem zu umgehen, kann die Therapie allerdings frühestens nach 12 Wochen wiederholt werden. Zu Beginn der Behandlung muss die wirksame Dosis unter Umgehung von Nebenwirkungen ermittelt werden. Diese Nebenwirkungen stellen eine Schwächung der injizierten Muskulatur über das erwünschte Maß hinaus dar. Weiterhin können Mundtrockenheit und in speziellen Fällen Sehstörungen auftreten. Sämtliche Nebenwirkungen sind vorübergehender Natur und können bei der folgenden Injektion vermieden werden. Erfolgreich kann Botulinumtoxin auch zur Behandlung vermehrten Schwitzens bei chron. Migräne eingesetzt werden.

Weitere Anwendungen wie Schmerzbehandlung an Nacken oder Rücken, Tennisellenbogen, Spannungskopfschmerz, sowie auch die Reduktion vermehrten Speichelflusses sind bereits ausreichend erprobt, werden aber derzeit von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen und stellen eine Selbstzahlerleistung dar.

Der Einsatz von Botulinumtoxin erfordert neben detaillierten anatomischen Kenntnissen spezielle Erfahrungen mit seiner Anwendung. Regelmäßige Weiterbildungen sind wichtig und werden durchgeführt.

Unser Behandlungszentrum ist daher ein Teil des bundesweit
aufgebauten Netzes spezialisierter Zentren in Form des Arbeitskreises Botulinumtoxin e. V.


weitere Links:
botulinumtoxin.de