Lumbalpunktion

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Diagnostik


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© Heike König

Lumbalpunktion

Gehirn und Rückenmark sind von bis zu 200ml Nervenwasser um geben, eine wässrige Flüssigkeit, deren Eiweißanteile Aussagen über Entzündungen des Nervensystems erlauben. In speziellen Fällen kann die Analyse derselben daher sehr wichtig sein. Die Untersuchung wird in unserem Zentrum ambulant durchgeführt.

Nach Aufklärung und örtlicher Betäubung wird unter sterilen Beingungen eine speziell nur dafür geeignete Einmalkanüle im Bereich der Lendenwirbelsäule durch die Muskulatur geführt. Durch diese Kanüle wird eine noch dünnere eingeführt, die ihrerseits den das Nervenwasser umschließenden Bindegewebsschlauch passiert, und das Abtropfen von wenigen Millilitern Nervenwasser ermöglicht. Anschließend werden die Kanülen wieder entfernt und der Patient kann nach einer halbstündigen Ruhephase im Liegen und nach einer Tasse Kaffee das Zentrum verlassen und ggf. wieder seiner Arbeit nachgehen.

Da die Punktion des Nervenwasserschlauches in einer Höhe erfolgt, in der das Rückenmark nicht mehr verläuft, kann die Methode nie zu einer Rückenmarksverletzung führen. Die Bezeichnung „Rückenmarkspunktion“ ist daher falsch. Auch Berichte über die Notwendigkeit, stunden- oder tagelang liegen zu müssen, um Kopfschmerzen zu vermeiden, gehören der Medizingeschichte an, da sich die verwendeten Instrumente mit der Zeit erheblich verbessert haben.

Nur selten (<10%) auftretende Kopfschmerzen verschwinden allerdings im Liegen sofort und können dann im Einzelfall eine eintägige Bettruhe ratsam werden lassen.

Vor jeder Lumbalpunktion ist eine Untersuchung der Blutgerinnung erforderlich. Die Einnahme gerinnungshemmender, also sogenannter blutverdünnender Medikamente muss unter Umständen einige Tage vor der Untersuchung ausgesetzt werden.